Zwischen CHF 800 und CHF 6'000+.
Diese Spanne ist gross – weil „Boudoir-Shooting" in der Schweiz sehr verschiedene Dinge bedeuten kann.
Ein einstündiger Studio-Termin mit vordefinierten Posen und einem Standard-Print-Paket ist preislich etwas grundsätzlich anderes als ein ganzer Tag in einer Hotelsuite mit Stylistin, kuratierter Editorial-Bildbearbeitung und einem Fine-Art-Photobuch am Ende.
Wer eine ehrliche Zahl sucht, sollte zuerst klären, welche Art von Boudoir-Erlebnis er sich eigentlich wünscht. Erst dann lässt sich vernünftig vergleichen.
Drei realistische Preisbereiche.
Vereinfacht lassen sich seriöse Boudoir-Angebote in der Schweiz in drei Bereiche fassen:
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EINSTIEG / STUDIOCHF 800–1'500
Kurze Sessions in einem Mietstudio mit vordefinierten Sets, oft mit einem kleinen Standard-Print-Paket. Effizient, gut für eine erste Erfahrung, wenig individuell.
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BOUTIQUECHF 1'500–3'500
Mehr Zeit, persönlichere Beratung, professionelles Make-up und ggf. eine Hotelsuite. Die Bildsprache wird individueller, die Lieferzeit länger.
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EDITORIAL / PREMIUMCHF 3'500–6'000+
Hochkuratierte editoriale Arbeit. Halb- oder Ganztages-Sessions, Stylistin, sorgfältige Retusche und Fine-Art-Print- oder Buchprodukte als selbstverständlicher Teil des Erlebnisses.
Darüber liegen massgeschneiderte Projekte: Destination-Shootings, mehrtägige Konzepte, internationale Editorial-Produktionen. Solche Briefings werden individuell kalkuliert.
Es geht nicht nur um die Bilder.
Der Preis eines guten Boudoir-Shootings setzt sich nicht aus „Stundenlohn plus Bearbeitung" zusammen. Wesentlich sind unter anderem:
Zeit. Halbtags-Sessions atmen anders als 90-Minuten-Pakete. Die stärksten Bilder entstehen meist, nachdem die anfängliche Nervosität verflogen ist – das braucht Raum.
Location. Ein professionelles Mietstudio kostet wenig. Eine kuratierte Hotelsuite mit Tageslicht und Diskretion kostet deutlich mehr – und prägt die ganze Bildsprache.
Team. Eine professionelle Stylistin und Make-up-Artistin sind oft der Unterschied zwischen einem hübschen Bild und einem editorialen Bild. Bei Anteros ist sie Standard – nicht Upsell.
Bildbearbeitung. Editorial-Retusche dauert pro Bild ein Vielfaches einer Standard-Korrektur. Hauttextur, Licht-Konsistenz, Farbverläufe – all das verlangt Zeit, die im Preis stecken muss, wenn das Ergebnis seriös sein soll.
Erfahrung & Spezialisierung. Photographen, die ausschliesslich oder schwerpunktmässig Boudoir machen, haben über Jahre einen Blick und ein Vertrauensniveau entwickelt, das jüngere Allrounder erst aufbauen.
Diskretion & Sicherheit. Verschlüsselte Galerien, klare Speicherpraxis nach Schweizer DSG, NDA-Optionen, vertragliche Veröffentlichungsregeln – das ist Arbeit, die unsichtbar bleibt, bis sie nötig wird. Wer sie ernst nimmt, kostet mehr.
Wer beim ersten Termin ausschliesslich über den Preis spricht, hat in der Regel das Falsche optimiert.
Drei klare Stufen, ein Massanzug.
Damit konkret wird, was im Premium-Bereich realistisch ist, hier offen die Anteros-Honorare:
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HALBTAGES-ERLEBNISCHF 2'500
Ein elegantes Vier-Stunden-Erlebnis. Kuratierte Hotelsuite oder vergleichbare Location, zwei Looks, professionelle Stylistin, kuratiertes Set finaler Bilder.
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GANZTAGES-ERLEBNISCHF 4'500
Acht Stunden, mehrere kuratierte Sets und Stimmungen, erweiterte Bildauswahl und ein Fine-Art-Photobuch als Teil des Erlebnisses.
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MASSGESCHNEIDERTAB CHF 6'000
Destination-Shootings, Luxushotel-Konzepte, internationale Produktionen. Jedes Briefing wird vor Honorar-Bestätigung individuell entwickelt.
Was Du fragen solltest, bevor Du Dich entscheidest.
Der Preis allein verrät wenig. Stelle vor der Anzahlung diese sechs Fragen – egal, für welchen Photographen Du Dich entscheidest:
- Was ist im Preis konkret enthalten? Wie viele finale Bilder, in welcher Auflösung, mit welchen Nutzungsrechten?
- Wo findet die Session statt – und wer trägt die Kosten für Location, Stylistin, Anreise?
- Wie werden meine Bilder gespeichert, gesichert und gelöscht? Welche Schweizer/EU-Datenschutzpraxis liegt dem zugrunde?
- Wie lange dauert die Lieferung – und was passiert mit unbearbeiteten Aufnahmen, die nicht in die Auswahl kommen?
- Welche Veröffentlichungsregeln gelten? Brauche ich für jede Verwendung mein ausdrückliches Ja?
- Was passiert, wenn ich das Shooting verschieben oder absagen muss?
Wenn ein Photograph eine dieser Fragen nicht klar beantworten kann, ist das Signal genug.
Drei Dinge, die jenseits der Zahl liegen.
Ob Du Dich wohlfühlst. Das siehst Du erst im persönlichen Vorgespräch – und genau deshalb gehört eines zu jeder seriösen Anfrage. Ohne Druck, ohne Verkaufsgespräch.
Ob der Stil zu Dir passt. Schau Dir nicht nur einzelne Bilder an. Schau Dir ganze Galerien und Serien an. Die Konsistenz einer Bildsprache verrät mehr als ein einzelnes Highlight.
Wie diskret tatsächlich gearbeitet wird. Wer Diskretion verspricht, sollte Dir auch erklären können, wie sie technisch und vertraglich aussieht. Ein Versprechen ohne Praxis ist nur ein Wort.
Boudoir-Photographie ist eines der intimsten Auftragsverhältnisse, die es im Bildgewerbe gibt. Der Preis ist ein Teil davon – aber er ist nicht der wichtigste Teil.
